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Die To-Do-Liste auf dem Prüfstand

Lange war es ruhig auf „Ein bisschen Haushalt…“ – es ist aber auch viel passiert in den letzten Monaten. Umzug, Studium, Job und dazu der tägliche Wahnsinn einer Familie mit Teenagern. Da kommt ein Bisschen zusammen im Laufe jeden einzelnen Tages.

Das Studium ist erfolgreich abgeschlossen, der Umzug geschafft und ich bin aktiv auf Jobsuche. Die übrige Zeit nutze ich gerade dazu, mich in verschiedenen Bereichen weiter fortzubilden. Dank des Internets und tollen Online-Kursen sind die Möglichkeiten schier unbegrenzt.

Besonders in den letzten Monaten, aber auch im normalen Alltag gibt es immer viele Aufgaben zu erledigen. Manche will ich machen, andere muss ich tun (putzen und bügeln… remember) und wieder andere ziehen so viele neue Herausforderungen nach sich, dass sie einen Ehrenplatz auf der To-Do-Liste-des-Jahres bekommen sollten.

Um so begeisterter war ich, als ich dieser Tage von der Eisenhower Matrix hörte. Eine Tabelle, mit der man seine [beruflichen] Aufgaben in den Griff bekommen soll. Pah! Beruflich – natürlich ist das wichtig. Aber wir können das auch für unseren Beruf nutzen!!! Auch ein Haushalt hat To-Do’s, die priorisiert gehören, richtig?!

Das Prinzip ist so einfach wie logisch:

Alle Aufgaben werden in vier Kategorien eingeteilt. Dinge die dringend und wichtig sind, kommen in die erste Kategorie. Was nicht dringend, aber wichtig ist, kommt auf die To-Do-Liste und wird mit der Zeit abgearbeitet. Etwas, das dringend, aber nicht wichtig ist, könnte man delegieren. Alles was nicht dringend und auch nicht wichtig ist, darf von der Liste gestrichen werden.

Vielleicht wird das Prinzip durch ein paar Beispiele klarer:

Wir haben November und auch wenn es immer noch herbstlich warm ist, der erste Schnee kommt bestimmt! Also ist jetzt die Zeit, einen Termin für den Reifenwechsel auszumachen. Das ist wichtig, denn wenn man mit Sommerreifen auf verschneiten Straßen erwischt wird, kostet das Geld (und der Sicherheitsaspekt erhöht die Wichtigkeit auch noch). Dieser Termin ist aber auch recht dringend, denn 1. kommt der Schnee irgendwann und 2. wollen dann alle ihre Reifen wechseln lassen und es gibt nur noch Termine zu recht unpassenden Zeiten. Diese Aufgabe hätte also das Potential für den ersten Quadranten.

Die Erfahrung hat mir gezeigt, dass es total sinnvoll ist, die regulären Arzttermine recht langfristig zu planen. Anhand meines Kalenders vom Vorjahr erstelle ich mir am Anfang des Jahres immer eine Liste welche Familienmitglieder welche regulären Check-Ups benötigen. Sprechstundenhilfen sind in der Regel sehr hilfsbereit, wenn man für einen Termin anruft, der nicht dringend ist, sondern erst in 2 – 3 Monaten stattfinden soll. Diese Terminvereinbarungen wären also für den zweiten Quadranten ideal.

(Wenn sie dort zu lange „herum dümpeln“ rutschen sie allerdings irgendwann in den ersten Quadranten, aber das ist ein anderes Thema.)

Der Kirschbaum in unserem Garten hat wunderbare herbstlich gelbe Blätter. Diese Blätter neigen allerdings im Moment dazu, unkontrolliert herunterzufallen. Dazu kommt noch das Blattwerk eine riesigen Birke im Nachbargarten… man könnte täglich Blätter rechen und würde auch dann nicht komplett fertig werden. Diese Arbeit hat keine zu große Wichtigkeit. Es ist nicht kompliziert oder schwierig. Es ist allerdings dringend, die Blätter im Griff zu behalten, denn irgendwann kommt der erste Schnee und dann ist es zu spät. Diese Aufgabe wird also an die Kinder delegiert. Vorzugsweise an das Kind, mit dem man am besten verhandeln kann (Blätter gegen Computerspielzeit).

Der letzte Quadrant? Dort hinein gehört wohl das Fotobuch 2017. Es ist nicht wirklich wichtig und auch nicht dringend. Daran kann ich arbeiten, wenn ich die Zeit dafür habe. Ich sehe diesen Quadranten als „Belohnungsaufgaben“, das sind die, die man gerne machen möchte, weil sie Spaß machen und einem gut tun. Diese Aufgaben haben ihre Daseinsberechtigung und dürfen nicht fehlen. Aber sie müssen leider hinter wichtigen Aufgaben anstehen, sonst gibt es Stress und den wollen wir ja vermeiden.

Für die Tekkies unter uns gibt es noch eine gute Nachricht:

Zu dieser Art der To-Do-Liste gibt es auch eine App! Es gibt sogar eine ganze Reihe ganz interessanter Apps. Ich habe noch keine ausprobiert und tendiere eher dazu aus Zeitgründen die To-Do-Liste in meinem Kalender farbig zu markieren; das spart für mich eindeutig mehr Zeit. Aber vielleicht gebe ich die Idee an die nächste Generation im Haushalt weiter um meinen Teenagern ein wenig das Priorisieren näher zu bringen.

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