Die Fitness-Challenge geht weiter! In der ersten Woche hatten wir uns überlegt, was wir im neuen Jahr verändern wollen, damit es uns gesundheitlich besser geht. Wir haben uns drei mögliche Veränderungen auf unser erstes Kärtchen geschrieben. Was steht auf deinem Kärtchen?
Bei mir sind es im Moment die folgenden drei Bereiche:
- Stresslevel senken
Stress habe ich häufig dann, wenn meine Einstellung zu den Sachen, die ich vor mir habe, nicht stimmt. Dann kosten mich meine Aufgaben mehr Kraft und Energie als notwendig, oder ich schiebe unangenehme Arbeiten vor mir her und gerate am Ende unter Zeitdruck. - Kontrolliert essen und viel trinken
Kontrolliert essen bedeutet, nicht auf alles zu verzichten, aber maßvoll zu genießen. Ein bisschen nachzudenken über das, was ich esse und Stressessen oder Essen aus Langeweile zu vermeiden. Statt dessen lieber ein großes Glas Wasser zu trinken. Das funktioniert am besten, wenn das Glas schon in der Küche auf mich wartet. - Mehr Schlaf und Bewegung
Alles hängt zusammen: Schlafe ich zu wenig, braucht mein Körper mehr Energie und ich habe spätestens mittags Heißhunger auf etwas Süßes. Dann habe ich auch weniger Kraft für Bewegung. Und je weniger ich in Bewegung bin, desto weniger Energie habe ich…
Soviel zu meinen Vorsätzen was die Veränderungen betrifft. Um diese Veränderungen zu erreichen, muss ich irgendwo anfangen, auf etwas zu verzichten: Das sind weitgehend Süßigkeiten (das Bonbon zwischendurch, oder die herumliegenden Gummibärchen), Zwischenmahlzeiten (denn drei ordentliche Mahlzeiten pro Tag reichen vollkommen aus) und Essen nach 19 Uhr, was mit den zunehmend später werdenden Aktivitäten meiner Preteens nicht immer einfach ist.
Neue Gewohnheiten
Und, um unsere Veränderungen erfolgreich zu verwirklichen, helfen uns neue Gewohnheiten, die die alten ersetzen. Ich will es mir zur Gewohnheit machen, mindestens 7 Stunden zu schlafen, mindestens 1,5 Liter pro Tag zu trinken (Wasser und Tee) und jeden Tag eine kleine Fitnessübung einzubauen.
Wusstest du, dass wir Menschen eine Aktivität 20 Tage lang durchführen müssen, um sie zur Gewohnheit werden zu lassen? Wenn wir 20 Tage lang jeden Morgen ein großes Glas Wasser trinken, ist die Chance gut, dass wir das beibehalten. Gewohnheiten sind Handlungen, die wir unbewusst durchführen. Um unsere Gewohnheiten zu verändern brauchen wir jede Menge Willen und wir müssen uns unserer Gewohnheiten bewusst werden. Es kann helfen, wenn wir uns über den Tag selbst beobachten – wann machen wir bestimmte Dinge, die wir uns abgewöhnen wollen – wann greifen wir zu Süßigkeiten, oder wann “gönnen” wir uns die 10 Minuten Facebook, die dann schnell zu 20 werden und uns im Zeitplan einbremsen? Was tun wir, wenn wir gestresst sind oder wenn wir müde werden? Womit lenken wir uns ab, wenn uns langweilig wird, oder wenn wir Aufgaben vor uns haben, auf die wir so überhaupt keine Lust haben – ich habe einige Aufgaben entdeckt, die mir plötzlich alle wichtig werden, sobald der Bügelkorb mit der frisch gewaschenen Wäsche bereitsteht.
Nachdenken
Nachdenken, unser Handeln beobachten und überlegen, warum wir bestimmte Dinge tun und wann wir sie tun hilft uns, unsere Gewohnheiten zu erkennen und die guten von den schlechten Gewohnheiten zu unterscheiden.
Umdenken
Wenn ich weiß, warum und wann ich bestimmte Gewohnheiten habe, kann ich daran arbeiten, diese Gewohnheiten zu verändern. Wie sollten meine Gewohnheiten aussehen, was möchte ich unbedingt verändern? Jetzt kommt der Zeitpunkt, wo ich mir meine neuen Gewohnheiten aufschreiben sollte, denn es hilft, wenn etwas irgendwo steht, wo wir nachlesen können und uns selbst erinnern. Die kleinen Kärtchen habe ich mir ausgedruckt und lege sie mir an Stellen, wo ich sie immer wieder in den Fingern habe, immer wieder erinnert werde, was ich eigentlich will.
Umsetzen
Aber – aufschreiben allein hilft nicht viel. Solange ich nichts tue, ist das Papier sehr geduldig, sehen die kleinen Kärtchen nur hübsch aus. Tun! Einmal tun, noch einmal tun und immer wieder anfangen, wenn ich scheitere. Heute nicht wirklich genug getrunken? Da geht morgen mehr. Doch wieder einen Griff in die Kiste mit den Süßigkeiten getan? Dann klappt es morgen ohne. Diese Woche hat die Zeit für jegliches Workout gefehlt? Vielleicht hilft ein Blick in den Kalender und ein Termin für den Sport, für einen Winterspaziergang oder für einen kurzen Powernap am Nachmittag?
Unsere Vorsätze sind erst einmal nur das – Vorsätze. Gute Ideen, von denen wir glauben, dass unser Leben besser wird, wenn wir sie durchführen. Wie wir sie in unseren Alltag integrieren können und dann auch umsetzen, das gilt es herauszufinden, jeden Tag aufs Neue.
Welche Gewohnheiten hättest Du gerne?