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Fenster putzen als Einstieg in den Frühjahrsputz

Kaum scheinen im März die ersten starken Sonnenstrahlen durch unsere Fensterscheiben, schon sehen wir die Fingertapper, Schlieren und sonstigen Dreck auf den Fenstern. Wer auch noch einen Kamin hat und im Winter mit Holz heizt, kann spätestens am dreckigen Wasser nach der Fensterreinigung erkennen, dass das Fenster putzen dringend notwendig war!

Nun ist Hausarbeit für die wenigsten von uns ein Hobby, dem wir mit Begeisterung und Freude nachgehen. Es ist wohl eher ein notwendiges Übel, ein Mittel zum Zweck: Ohne Fenster putzen keine sauberen Scheiben! Wie bei jeder anderen Hausarbeit, vor der wir uns am liebsten drücken würden, ist also auch hier der Trick, mit möglichst wenig Aufwand zu einem möglichst guten Ergebnis zu kommen. Und wie bei jeder anderen Hausarbeit auch, heißen die Zauberwörter, die uns dahin bringen: gute Hilfsmittel, sinnvolle Vorbereitung und professionelle Durchführung.

Wer schon einmal mit einem dreckigen Lappen und billigem Fensterreiniger aus der Sprühflasche einfach drauf los gearbeitet hat, weiß vielleicht, wovon ich spreche. Oder, um wieder einmal meine Hausdame aus der Ausbildung zu zitieren: “Butzt werd’ mit Wassa!” [Geputzt wird mit Wasser.]

Gute Hilfsmittel zum Fenster putzen

 1. Leiter

Wenn man Fenster putzen muss, an die man nicht gut heranreicht, ist eine stabile Leiter notwendig. Natürlich könnte man sich auch mit Stühlen und Tischen behelfen, aber du weißt ja: Die meisten Unfälle passieren im Haushalt!

2. Abzieher und BezügeFenster putzen

Ich habe mir vor längerer Zeit den Luxus von ein paar guten Fenster-Abziehern mit Microfaser-Bezügen geleistet. Die Bezüge sind auch nach oftmaligem Gebrauch noch wunderbar und wenn man Abzieher richtig benutzt, kann man damit ohne viel Aufwand ein gutes Ergebnis erzielen. Natürlich kann man auch mit Zeitungspapier die Fenster putzen, aber irgendwie kann ich mich mit dieser Methode nicht anfreunden und habe sie auch noch nie ausprobiert.

Ausprobiert hatte ich einmal ein Dampfgerät. Das war toll, hat aber nur den Arbeitsgang des Reinigens ersetzt (abziehen musste man die Fenster am Ende doch noch) und durch das ständige Nachfüllen und umstecken, das bei meinem Gerät notwendig war, bin ich recht bald zur bewährten Methode zurückgekehrt.

3. Tücher

Sobald die Kinder aus dem Babyalter heraus waren, wurden die Spucktücher zum Putzen zweckentfremdet! Ich hatte viele Spucktücher und jetzt habe ich viele großartige Putztücher aus hochwertiger Baumwolle, die auch eine Kochwäsche gut überstehen! Außerdem bin ich ein großer Freund von Microfaser-Tüchern zum Staubwischen, oder beim Fensterputzen um die Rahmen und die Fensterbretter zu reinigen.

4. Putzwasser

Jetzt kommt der philosophische Teil! Spiritus + Spülmittel, Spiritus + Essigessenz, Spülmittel + Essigessenz oder Zitronensäure statt Essigessenz, da es besser riecht? Lange Zeit gehörte ich zur Gruppe Spiritus + Spülmittel und hatte damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Seitdem ich irgendwann einmal keinen Spiritus im Haus hatte, habe ich eine neue Mischung, die sich genau so bewährt hat:

Ein wenig Scheibenreiniger in einen halben Putzeimer mit sehr warmem (fast heißem) Wasser!

Seither habe ich den Verdacht, dass meine Hausdame damals Recht hatte: Geputzt wird mit Wasser! Der Rest ist nur Kür.
(Wobei selbstverständlich ein Fett und ein Kalklöser im Reinigungswasser sein sollten.)

5. Staubwedel

Eigentlich macht es ja Sinn, beim Fenster putzen gleich noch irgendwelchen Staubwolken, Wollmäusen oder Spinnweben zu Leibe zu rücken. Meistens denke ich erst dran, wenn ich die erste Spinnwebe am Wischer habe oder auf der Leiter von oben auf den Staub blicken kann. Trotzdem gehört das Teil zum Handwerkszeug.

Sinnvolle Vorbereitung

Unter einer sinnvollen Vorbereitung verstehe ich vor allem, dass alles zur Hand ist, wenn man es braucht. Dazu gehört aber auch ein gutes Time-Management. Je nachdem wie viele Fenster man zu putzen hat, wo und wie sie liegen, das heißt, wie gut sie zu erreichen sind, und wie groß die Fenster sind, kann man recht schnell fertig sein, oder einen ganzen Tag benötigen. Unsere 30 Quadratmeter Fensterfläche schaffe ich gut an einem Vormittag. Unsere Fenster sind alle von außen und innen sehr gut zu erreichen. Nur für das Fenster über der Haustüre benötige ich eine Leiter.

Meine Vorbereitung besteht also aus zwei Teilen:

Zunächst plane ich den entsprechenden Tag / Vormittag und trage mir den Termin im Kalender ein.

An dem Vormittag selbst, richte ich mir alle Hilfsmittel, Leiter und das Wasser her bevor ich beginne.

Professionelle Durchführung

Beim Fenster putzen darf Wasser in ausreichender Menge verwendet werden. Solltest du also beabsichtigen, am gleichen Tag den Fußboden zu reinigen, mach es danach! Wenn man einen sehr hellen Teppichboden und recht dreckige Fenster hat, könnte es Sinn machen, eine alte Decke oder ein altes Laken unterzulegen, damit man nach dem Fenster putzen nicht gleich den Fußboden einer Generalreinigung unterziehen muss.

Der Regel “von-oben-nach-unten-putzen” entsprechend, beginnt man mit den Rahmen und reinigt diese von oben nach unten. Dafür kann man einen Schwamm und das Fensterputzwasser verwenden und mit einem Baumwolltuch trocken reiben. Danach wird das Glas gereinigt. Ich habe mir angewöhnt, zuerst die ganze Scheibenfläche mit dem Microfaser-Bezug des Fensterabziehers nass zu reinigen. Danach kommt der Bezug in das Wasser (dabei wird gleich der Schmutz ausgewaschen) und ich ziehe das Fenster von oben nach unten mit dem Abzieher ab. Dabei trockne ich den Abziehgummi nach jeder Reihe mit einem Baumwolltuch. Danach trockne ich die Ränder und die Ecken nach, damit es dort keine hässlichen Wasserflecken gibt.

Wenn Rahmen und Fenster trocken und sauber sind, wische ich das Fensterbrett feucht ab. Dass man vorab alle Deko von Fenster und Fensterbrett entfernt hat, versteht sich von selbst.

Für meine 30 Quadratmeter Fenster verbrauche ich etwa sechs Baumwolltücher und frische zwei bis drei mal das Wasser auf.

Fenster putzen

Noch ein kleiner Tipp: Ich warte ja mit meiner Fensterputz-Aktion bis die Baumblüte vorbei ist, dann kann ich die Pollen, die von außen an den Fensterscheiben kleben gleich für den Sommer entfernen und muss nicht zweimal ran!

Welche Tipps und Tricks kennst du, die das Fenster putzen vereinfachen können?

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